Wie Remarketing funktioniert und warum es so erfolgreich ist


Du findest, Remarketing-Anzeigen sind total nervig? Ich erkläre dir, warum sie trotzdem sehr gut funktionieren, und warum du sie in dein Werbekonzept integrieren solltest.

Remarketing hat Vorteile für Unternehmen und deren Kunden gleichermaßen. Das passiert mir häufig: Ich begutachte ein Produkt in einem Onlineshop, lege es sogar in den Warenkorb, kaufe dann aber nicht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal überlege ich ganz zum Schluss, ob die das Produkt wirklich brauche. Manchmal nehme ich mir vor, das Produkt noch einmal bei anderen Shops zu vergleichen. Ganz oft fehlen mir gerade die Kreditkartendaten oder ich merke, dass ich mich für einen Kauf registrieren muss, habe dazu aber gerade keine Lust. Kennst du das auch?

Aus Sicht des Shop-Inhabers ist das natürlich ärgerlich: Er weiß, dass ich mich für ein bestimmtes Produkt interessiere, aber nicht, warum ich im letzten Moment einen Rückzieher gemacht habe. Wenn er mich doch nur irgendwie an mein Interesse erinnern könnte, dann wäre die Chance sehr hoch, dass ich am Ende doch bei ihm kaufe …

Und genau hier kommt Remarketing ins Spiel, auch Retargeting genannt.

Das kennen wir alle aus verschiedenen Beispielen: Das Fahrrad, welches ich seit einiger Zeit im Netz begutachte, das ich schon letzte Woche bei meinem Radhändler vor Ort gekauft habe, und das mir jetzt immer noch auf verschiedenen Seiten angeboten wird. Ja, genau DAS ist Remarketing. Der Versuch, mich noch vom Kauf zu überzeugen. Zugegeben, im Falle des Fahrrads ist das zwar ein wenig schade, denn der Onlinehändler wird mit mir kein Geld verdienen. Aber er hat jetzt eine Gelegenheit, mich an meinen Kontakt mit seinem Shop zu erinnern.

Darum ist Remarketing bzw. Retargeting so erfolgreich

Der springende Punkt ist: Menschen bevorzugen in der Regel Dinge, die sie bereits kennen und schätzen. Wir alle verlassen uns lieber auf etwas, das wir schon einmal gesehen oder erlebt haben, als auf etwas komplett Neues. Wenn jemand deine Website besucht hat, und dort Interesse an einer bestimmten Leistung oder an einem Produkt gezeigt hat (beispielsweise durch eine hohe Verweildauer oder den Download von Informationen), dann macht es durchaus Sinn, diese Besucherin/diesen Besucher an dein Angebot zu erinnern: Immerhin kennt sie/er deine Website, dein Firmenlogo etc. Dies alles wird Ihr/Ihm bekannt vorkommen, und somit vertraut.

Wie funktioniert Remarketing? Und ist es wirklich erfolgreich?

Zur Umsetzung von Remarketing gibt es verschiedene Anbieter, die ihre Werbeflächen und die benötigte Technik anbieten. Zwei der bekanntesten sind Google und Facebook. Deren Werbenetzwerke werden von sehr vielen Menschen gesehen. Es ist also grundsätzlich keine schlechte Idee, mit diesen Netzwerken erste Erfahrungen mit dem Thema Remarketing/Retargeting zu sammeln.
Die grundlegende Funktionsweise vom Remarketing ist schnell erklärt: Mit Hilfe eines Stückchens Code auf deiner Website registriert das Werbenetzwerk, wer seiner Besucher zuvor schon auf deiner Website war. Wenn dieser Fall eintritt, kann dem Besucher des Werbenetzwerks grundsätzlich Werbung von dir angezeigt werden. Du hast jedoch noch die Möglichkeit, Regeln festzulegen und nur bestimmten Nutzern deine Werbung zu zeigen. Dazu komme ich später noch einmal. Du erhältst von dem Werbenetzwerk regelmäßig Informationen dazu, wie vielen Besuchern deine Werbung gezeigt wurde, und wer davon auf deine Seite zurückgekehrt ist.

Remarketing ist erfolgreich!

Mehrere Studien und Cases zeigen deutlich, dass die Conversion Rate steigt, die Kaufbereitschaft zunimmt und dass (entgegen der landläufigen Meinung, solche Werbung sei irgendwie „unheimlich“) die Anzeigen von Remarketing-Kampagnen seltener ignoriert werden, als übliche Bannerwerbung. Je länger du Remarketing-Kampagnen durchführst, desto höher steigen sogar deine Conversion Rates. Hier sind einige Fakten zu Remarketing allgemein und hier findest du einige Fallbeispiele. Dazu kommt der Aspekt, dass Remarketing-Werbung weniger Geld kostet, als Standard-Werbeanzeigen, da du den Nutzer, der sich für dein Produkt oder deine Dienstleistung interessiert, ja bereits kennst und ihn nicht erst finden musst!

Wie plane ich eine Remarketing-Kampagne?

Die Planung einer solchen Kampagne erfordert schon einen gewissen Aufwand. Zunächst solltest du dich entscheiden, wem du deine Anzeigen ausspielen möchtest: BesucherInnen, die …

  • … deine Website besucht haben
  • … schon Produkte in deinen Warenkorb gelegt haben
  • … sich für ein bestimmtes Produkt oder Sortiment interessieren
  • … eine ganz bestimmte Seite angesehen haben

Daran merkst du: Diese Tools sind sehr gut zu steuern und können sowohl ganz breit als auch gezielt eingesetzt werden. Im Grunde kannst du jeder identifizierten Zielgruppe die für sie relevante Werbung anzeigen.

Wenn die Zielgruppe definiert ist, bestimmst du die Inhalte, den Zeitraum und die Seiten, auf denen deine Werbung ausgespielt wird (und auf welchen nicht). Der Rest funktioniert von allein, du musst lediglich auf die Ergebnisse warten und eventuell hier und da die Parameter nachjustieren.

Ist Remarketing nicht total nervig? Beschädigt das nicht meine Marke?

Tatsächlich waren die ersten Remarketing-Anzeigen sehr nervig. Frei nach dem Motto „Viel hilft viel“ haben sich die Werbenetzwerke voll ins Zeug gelegt und ihre Kunden nahezu bombardiert. Das hat sich mittlerweile geändert. Du kannst exakt einstellen, wie viele Anzeigen ein Nutzer pro Tag maximal angezeigt bekommt und ab wie vielen Ausspielungen keine Anzeige mehr gezeigt wird. Das bedeutet: Du hast die volle Kontrolle über die Art, Menge und Dauer der Ausspielungen. Und diese Werte lassen sich jederzeit auch anpassen.

Findest du Remarketing jetzt immer noch doof? Oder klingt es nach einem spannenden Thema für dich? Wenn du interessiert bist, dann unterhalte dich doch einmal mit unserer Unit TMC digital, und wir schauen gemeinsam, ob du mit einer solchen Kampagne deine künftigen Ziele besser erreichst.

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  • 9. October 2018
  • 1
Jan Hendrik Leifker
About me

Jan ist als Digital Marketing Manager bei der TMC tätig. In seiner Freizeit kickt Jan gerne das runde Leder, bereist die Welt und freut sich immer über gutes Essen oder über neue Musik.

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